Im Jahr 2024 wurden in der Schweiz 25.927 Ladendiebstähle registriert, eine Zunahme von 6,9 % im Vergleich zu 2023, so das Bundesamt für Statistik. Angesichts des Ausmaßes dieses Phänomens wollten wir wissen, wie es in unseren kleinen Lebensmittelgeschäften aussieht. Wir fragten uns, ob selbstständige Geschäfte, die 7 Tage die Woche geöffnet sind, wie unsere – einzigartig in der Schweiz – ein ideales Ziel für Diebe sind. Wir untersuchten diese Frage, indem wir die Daten von Bavois analysierten. Die älteste Filiale der Gruppe, die 2018 eröffnet wurde, ermöglichte es uns, ein Audit auf der Grundlage jahrelanger Daten durchzuführen.
Ohne festes Personal könnte man meinen, dass ein automatisierter Lebensmittelladen, der bis spät in die Nacht geöffnet ist, eine leichte Beute ist. Die Zahlen belegen jedoch das Gegenteil: In diesem kleinen Lebensmittelgeschäft liegt die wirtschaftliche Auswirkung von Diebstählen unter 0,3 % des Umsatzes. Einer der Gründe für dieses gute Ergebnis liegt im Zugang zu unseren Geschäften selbst. Jeder Eingang erfordert eine Identifizierung über unsere App. Zwischenfälle sind selten. Sie werden vor allem durch die Videoüberwachung systematisch dokumentiert. Sie sind auch einem Kunden zuzuordnen, während der traditionelle Handel oft unerkannte Verluste erleidet.
Im Ergebnis ist unsere Fähigkeit, Straftaten zu erkennen und zuzuordnen, weitaus höher als im klassischen Einzelhandel. Dies beweist, dass die Abwesenheit von Personal nicht gleichbedeutend mit null Kontrolle ist. Er bedeutet eine andere Art von Kontrolle: digital, kontinuierlich und vor allem nachvollziehbar. Die Technologie ist nicht nur ein Betriebsmittel, sondern auch ein Hebel zur Sicherung der Verkaufsstellen. In der Tat sind unsere Geschäfte kleine, charmante Tresore.